Leserbrief LZ „Behauptungen statt Argumente“

Zum Bericht „Gmür weibelt für personalisierte Tickets“ in der „Schweiz am Wochenende“ vom 19. 10.2024

«Doch»: Das war die simple Behauptung der Politik auf die Feststellung des Journalisten, dass personalisierte Tickets ausserhalb des Stadions nichts nützen. Nur ein Wort, kein Argument, keine Erklärung, wie das in der Realität funktionieren soll. Müssen die Tickets nach dem Spiel gut sichtbar auf die Stirn geklebt werden, damit die Polizei bei Ausschreitungen z.B. am Bahnhof das Geschehen weiterhin einfach aus der Ferne filmen kann, statt die bestehenden Gesetze durchzusetzen und Randalierer festzunehmen? Es ist den Fussballclubs, den Fans und allen, die sich mit der Materie befassen, längst klar, dass personalisierte Tickets nicht nur nichts nützen, sondern kontraproduktiv sind: Hohe Kosten, Warteschlangen am Eingang und boykottierende Fans vor dem Stadion. Das alles verursacht nur noch mehr Probleme für alle – was übrigens auch im gemeinsamen Bericht von KKJPD und SFV deutlich beschrieben ist. Deshalb sind sie dagegen. Ansetzen muss man bei der Durchsetzung bestehender Gesetze durch die Polizei und ggf. bei der Fanmarsch-Route Bahnhof-Stadion.

Markus Estermann, Hildisrieden

(Publiziert am 22.10.2024 in der Luzerner Zeitung, von der Zeitung abgeänderte Version)

Argumente und Antworten zum Thema Fan-Gewalt finden sich auch in meinem Argumentarium.